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Corporate Governance Kodex

Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex besteht aus drei verschiedenen Elementen. Zum einen beschreibt er gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung), die im Wesentlichen im Aktiengesetz geregelt sind. Als weitere Elemente enthält er international und nationale anerkannter Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, in Form von Empfehlungen und Anregungen. Die Empfehlungen werden im Text des Kodex mit "soll" und die Anregungen mit "sollte" gekennzeichnet.

Der Kodex besitzt über die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG eine gesetzliche Grundlage. Danach sind im Gegensatz zu gesetzlichen Vorschriften die Empfehlungen und Anregungen zwar nicht verbindlich, allerdings sind Abweichungen zu den Empfehlungen (nicht den Anregungen) zu begründen und mit der jährlich abzugebenden Entsprechenserklärung zu veröffentlichen - „Comply or Explain“. Die Kodexempfehlungen und -anregungen erlangen Gültigkeit mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger.

Neben der Formulierung der aktuellen Best Practice der Unternehmensführung hat der Kodex zum Ziel, das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar zu machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften fördern.

Auf dieser Internetseite ist der Kodex in seiner aktuellen Fassung veröffentlicht.

gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO in Verbindung mit § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Brenntag SE

Vorstand und Aufsichtsrat der Brenntag SE sind gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO in Verbindung mit § 161 AktG verpflichtet, eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben.

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 16. Dezember 2020 („DCGK 2020") seit der letzten Entsprechenserklärung vom 14. Dezember 2020 mit Ausnahme der Empfehlung in Ziffer C.4 DCGK 2020 entsprochen wurde. Die Ausnahme wird aus den folgenden Gründen erklärt:

Hinsichtlich der Aufsichtsratsvorsitzenden Doreen Nowotne wird eine Abweichung zu C.4 DCGK 2020 erklärt. Frau Nowotne nimmt Aufsichtsratsmandate bei zwei konzernexternen Gesellschaften wahr, von denen eine börsennotiert und eine nicht börsennotiert ist. Zudem ist sie Aufsichtsratsvorsitzende bei einer weiteren konzernexternen, nicht börsennotierten Gesellschaft. Zusammen mit der Position als Aufsichtsratsvorsitzende bei Brenntag verfügt sie damit über insgesamt sechs Mandate. Daher wird in Übereinstimmung mit der entsprechenden Zählweise des DCGK eine Abweichung zu C.4 DCGK erklärt. Der Aufsichtsrat hat sich vergewissert, dass Frau Nowotne genügend Zeit für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben zur Verfügung steht.

Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat, dass Brenntag den Empfehlungen des DCGK 2020 mit Ausnahme der oben beschriebenen Empfehlung in Ziffer C.4 DCGK 2020 entspricht und auch in Zukunft entsprechen wird.

Essen, 14. Dezember 2021

Umsetzung der Anregungen des DCGK

Neben den Grundsätzen und Empfehlungen enthält der Deutsche Corporate Governance Kodex Anregungen, die im Kodex durch den Begriff „sollte“ dargestellt sind. Von den Anregungen können Unternehmen ohne Offenlegung abweichen.

Brenntag erfüllt im Jahr 2021 grundsätzlich sämtliche Anregungen der am 20. März 2020 veröffentlichten Fassung des Kodex. Die Einzelheiten sind in der nachfolgenden Übersicht aufgeführt:

Ref.AnregungBrenntag's Umsetzung
A.2Der Vorstand soll für ein an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtetes Compliance Management System sorgen und dessen Grundzüge offenlegen. Beschäftigten soll auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben; auch Dritten sollte diese Möglichkeit eingeräumt werden.Ja
A.3Der Aufsichtsratsvorsitzende sollte in angemessenem Rahmen bereit sein, mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen Gespräche zu führen.Ja
A.4Der Hauptversammlungsleiter sollte sich davon leiten lassen, dass eine ordentliche Hauptversammlung spätestens nach vier bis sechs Stunden beendet ist.Ja
A.5Der Vorstand sollte im Fall eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Übernahmeangebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen.Ja
D.8Als Teilnahme [in Sitzungen des Aufsichtsrats] gilt auch eine solche über Telefon- oder Videokonferenzen; diese sollte aber nicht die Regel sein.
Aufgrund der außergewöhnlichen Einschränkungen im Jahr 2021 durch die COVID 19-Pandemie war die Abhaltung von physischen Sitzungen nur eingeschränkt möglich. Die Mehrzahl der ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats konnte in diesem Zeitraum in physischer Form stattfinden. Die Mehrzahl der Sitzungen des Aufsichtsrats insgesamt fand im Jahr 2021 in virtueller Form statt.
G.14Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrags durch das Vorstandsmitglied infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) sollten nicht vereinbart werden.Ja
G.18Die Vergütung des Aufsichtsrats sollte in einer Festvergütung bestehen. Wird den Aufsichtsratsmitgliedern dennoch eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt, soll sie auf eine langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet sein.Ja
Die Angaben bilden den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der gesetzlichen Entsprechenserklärung 2021 ab. Die Angaben können sich jederzeit ändern. Brenntag verpflichtet sich ausdrücklich nicht dazu, Änderungen bekannt zu machen und/oder die Übersicht zu aktualisieren.